DOZENTEN 2010

Horiana Branisteanu

Geboren in Galati/Rumänien, Schweizer sowie Österreichische Staatsbürgerschaft, Niederlassung Deutschland.
Ab dem 8. Lebensjahr Klavierunterricht. 1960: Matura in Bukarest am Lyceum Nr.1 Gradina Icoanei. 1960–1965: Studium an der Musikhochschule „C.Porumbescu“ u.a. in den Fächern Gesang und Gesangspädagogik. 1965: Doppel-Staatsexamen als Opern- und Konzertsängerin.
1965–1972: Privatstudium in Gesangpädagogik bei Elsa Chioreanu. In den Jahren 1972 bis 1986
 ...  sang sie in 15 Ländern der Welt 36 Hauptpartien von Koloratur- bis jugendlich-dramatischen Sopran. Festivals in Glyndebourne, Wexford, Luzern, Zürich, München, Wien, Ludwigsburg. Seit 1965 rege Konzerttätigkeit in aller Welt im Bereich Lied und Oratorium. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie W. Sawallisch, B. Haitink und L. Gardelli. Seit 1986 Lehrtätigkeit, seit 1995 ordentliche Professur für Sologesang an der Universität Mozarteum; hält Meisterkurse u.a. in Rumänien, Ägypten, Österreich und Deutschland.
Sprachen: Rumänisch, Deutsch, Englisch, Italienisch (Französisch, Spanisch, Russisch)
 

Dorte Bryndum-Buchholz

Geboren (1958) und aufgewachsen bin ich in Kopenhagen. Seit 23 Jahren lebe und arbeite ich in Deutschland.
Als Enkelin des Cellisten des legendären Budapest String Quartett kam ich sehr früh mit Musizieren auf hohem Niveau in Berührung. Ich erfuhr dabei aber auch viel über die körperlichen Problembereiche, die bei Berufsmusikern auftreten können.
Meine international anerkannte Ausbildung zur Alexander-Technik-Lehrerin absolvierte ich bei Stanton Hobbs. Regelmäßige Fortbildungen absolvierte ich
 ...  u.a. bei Rika Cohen, Haifa und Shmuel Nelken, Jerusalem. 
Neben der langjährigen Tätigkeit in meiner Privat-Praxis unterrichte ich Alexander-Technik sowohl im In- als auch im Ausland. Seit 1995 bin ich als Dozentin für Alexander-Technik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (MHS Köln), sowie am neu gegründeten Peter-Ostwald-Institut für Musikergesundheit (POI), MHS Köln tätig. Ich bin Mitglied des Alexander-Technik-Verband-Deutschland e.V ( ATVD ) und Mitbegründerin der COOP für Alexander-Technik Köln.
Folgende Interessensgebiete unterstützen und befruchten meine Arbeit: Erkenntnisse aus dem Bereich der Neurowissenschaften und Psychologie, Yoga, Musik aus allen Genren, Körperarbeit und Sport.
 

Ariadne Daskalakis

Ariadne Daskalakis ist eine außergewöhnliche Geigerin mit einem leidenschaftlichen Interesse für die historische Entwicklung der musikalischen Sprache. In Boston (USA) als Tochter griechischer Einwanderer geboren, studierte sie Geige an der Juilliard School bei Szymon Goldberg und in Berlin bei Ilan Gronich und Thomas Brandis. Sie ergänzte ihre Ausbildung mit einem Studium an der Harvard University, wo sie 1993 ihr Bachelor of Arts erhielt, und legte ihr Konzertexamen ...  an der Hochschule der Künste Berlin ab, beides mit Auszeichnung. Die Geigerin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, wie des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München 1998 und des St. Louis Symphony Young Artists String Competition 2000. Der 1. Preis der Berliner Gyarfas-Wettbewerbes 1992 ermöglichte ihr die Leihgabe einer Violine des Antonio Stradivarius bis zum Ende ihres Studiums. Sie wurde außerdem mit Preisen von der Harvard Music Association, dem New England Conservatory und der Dortmunder Mozart Gesellschaft ausgezeichnet. In 2000 wurde sie als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Köln berufen.
Konsequent gelobt werden ihre leidenschaftliche Vermittlungsgabe, ihre makellose Technik und ihr klarer, voller Klang. Ariadne Daskalakis spielte als Solistin mit Orchestern wie dem Ensemble Oriol Berlin, dem Athener Nationalen Staatsorchester, dem English Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Prager Kammerorchester, der Kammerakademie Potsdam und dem Kölner Kammerorchester. Einige Aufführungen finden ohne Dirigenten statt, andere wurden von so geschätzten Kollegen wie Dimitris Agrafiotis, Sergio Azzolini, Dennis Russell Davis, Michael Sanderling, Jörg-Peter Weigle und Sebastian Gottschick, ihrem Ehemann, geleitet. Sie konzertierte in Sälen wie dem Berliner Kammermusiksaal der Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater in München, dem Dortmunder Konzerthaus, dem Prager Rudolfinum, dem Pariser Théâtre du Champs-Elysées und der Jordan Hall Boston. Sie gastierte bei den Bachtagen Ansbach, den Berliner Festwochen und beim „Debut im DeutschlandRadio“. Das Repertoire von Ariadne Daskalakis umfasst Epochen vom Frühbarock bis zur Moderne, mit den Schwerpunkten J. S. Bach, Wiener Klassik und Zweite Wiener Schule. Ihre stilistische Versiertheit spiegelte sich in ihrer Zusammenarbeit mit dem Manon Quartett Berlin und in Rezitalen mit Klavier oder Cembalo wider. Sie arbeitete mit Komponisten wie Caspar Johannes Walther, Christoph Coburger, Johannes Harneit, Georg Kröll, Augusta Read Thomas und John Zorn zusammen. Eine enge Zusammenarbeit und zahlreiche eigene Einstudierungen verband sie mit dem Ensemble Oriol Berlin. Als Barockgeigerin spielte sie mit dem Ensemble Selva della Musica und war 2008 Mitbegründerin des Ensembles Vintage Köln.

Mit Pianistin Roglit Ishay nahm sie die gesamten Sonaten für Violine und Klavier von Joseph Joachim Raff und Gabriel Fauré auf (bei Tudor und Carpe Diem). Für Naxos nahm sie Werke von Lutoslawski, Szymanowski und Janacek für Violine und Klavier auf, zusammen mit Miri Yampolsky, ihrer Partnerin beim ARD-Wettbewerb. Ihre Einspielung von Tartini Violinkonzerten mit dem Kölner Kammerorchester unter Helmut Müller-Brühl wurde sowohl von Naxos als CD des Monats wie auch von der Zeitschrift „The Strad“ als „Concerto Selection“, ausgezeichnet.
 

Thomas Duis

Thomas Duis, geboren 1958, wurde bereits als Stipendiat der Deutschen Studienstiftung und des Deutschen Musikrats in allen Kontinenten mit Preisen überhäuft. Seine Ausbildung erhielt er zuvor in Wiesbaden, Hannover und Leeds. „Die Welt“ bezeichnete ihn als einen der besten Pianisten seiner Generation. Er konzertiert bei zahlreichen großen Festivals. Konzertreisen führen ihn in die ganze Welt. Mit renommierten Labels verbinden ihn Schallplattenverträge. Thomas Duis ist seit 1998 Professor und seit 2004 Rektor der Hochschule für Musik Saar. Zuvor war er ...  von 1994 bis 1998 Professor in Graz.
 

Jeanette Favaro Reuter

Die amerikanische Opernsängerin Jeanette Favaro kam 1982 nach ihrem mit Auszeichnung beendeten Magisterstudium und Engagements bei den „New York Gilbert & Sullivan Players“, „Opera Piccola“ San Francisco und „Skylight Opera“ Milwaukee zunächst an die Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, damals unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer. Danach gehörte sie viele Jahre zum Soloensemble des Staatstheaters Kassel. In diesen beiden Engagements sang sie nahezu alle ...  wichtigen Hauptpartien ihres Fachs, u.a. die Partien der Mimi in „La Boheme“, der Pamina in „Die Zauberflöte“, der Sophie in „Der Rosenkavalier“, der Gräfin in „Figaros Hochzeit“, der Antonia in „Hoffmans Erzählungen“, der Michaela in „Carmen“ und der Russalka in der gleichnamigen Oper, sowie Hauptpartien in zahlreichen Welt-und europäischen Uraufführungen.
Gastverträge führten sie u.a. an die Staatsoper München, an das Gran Teatro del Liceu/Barcelona, das RoTheater Rotterdam, die Oper du Rhin Strassbourg und die Alte Oper Frankfurt/M.
Neben ihrer erfolgreichen Tätigkeit als Opernsängerin ist Frau Favaro auch eine anerkannte Lied-, Konzert-, und Oratoriensängerin. Fernseh- und Funkaufnahmen in Deutschland und in den USA sowie eine 1992 erschienene Plattenaufnahme von deutsch/amerikanischen Liedern sind enstanden. Als Konzertsängerin arbeitete sie mit Dirigenten wie Klaus Martin Ziegler, Janos Kulka, Adam Fischer, Norbert Balatsch, Woldemar Nelsson, Laslo Varga und Anne Overby zusammen.
Jeanette Favaro begann schon früh, ihre Konzert- und Bühnentätigkeit mit pädagogischer Arbeit zu verbinden. So unterrichtete sie lange Jahre an verschiedenen Universitäten in den USA und als Gastprofessorin an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau sowie in internationalen Kursen. In Deutschland und in den VereinigtenStaaten war sie auch als Regisseurin für Kammeropern, ein „Mini-Musical“ und eine „One-Woman-Show“ tätig.
Von 1999 bis 2001 lebte Frau Favaro in Seattle, USA, wo sie ihre Doktorarbeit (eine kritische Übersetzung des Buches „Die Ausbildung der menschlichen Stimme“ von Franziska Martienssen-Lohmann) schrieb und gleichzeitig an der Universität unterrichtete. Im Jahr 2001 erhielt Frau Dr. Favaro eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig. Zusätzlich gehört sie ab Herbst 2005 als „Visiting Professor“ zur Gesangsfakultät des Royal College of Music in London.
 

Michael Hampe

Michael Hampe, Opern-, Schauspiel- und TV-Regisseur, war Intendant in Mannheim, Köln und bei den Dresdner Musikfestspielen sowie Mitglied des Direktoriums der Salzburger Festspiele. Er führte u.a. Regie bei der Scala Mailand, der Royal Opera London, der Opéra Paris, den Salzburger Festspielen, den Schwetzinger Festspielen und beim Edinburgh Festival. Er ist Professor an der Kölner Musikhochschule und an der Universität Wien; weiterhin lehrt er in Tokyo und Los Angeles und ist Vorstandsmitglied der Europäischen Musiktheater Akademie Wien. ...  Hampe wurde 1935 in Heidelberg geboren und studierte in den USA, München, Heidelberg und Wien, wo er zum Dr. phil. promovierte. Er hat Bücher und zahlreiche Aufsätze publiziert. Weiterhin ist er sehr gefragt als Berater für Theaterbau. Hampe ist Träger des Grossen Bundesverdienstkreuzes und bedeutender internationaler Auszeichnungen.
 

Thomas Heyer

Der Tenor Thomas Heyer stammt aus Waldniel am Niederrhein.
Zunächst studierte er an der Musikhochschule Köln Schulmusik, dann folgte ein Studium in Gesang und Gesangspädagogik bei Prof. Arthur Janzen. Weitere Studien bei Judith Lindenbaum, KS Prof. Reinhard Leisenheimer und KS Kurt Moll.
Konzerttätigkeit in Europa, USA und Afrika mit allen großen Oratorien. Daneben wirkte Heyer in diversen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit und brachte zahlreiche
 ...  zeitgenössische Werke zur Uraufführung. 
Gastengagements an verschiedenen Opernhäusern mit Partien des lyrischen Tenorfachs.
Neben seiner sängerischen Tätigkeit widmet Thomas Heyer sich leidenschaftlich dem Unterrichten: Er ist Professor für Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main und leitet Gesangskurse im In- und Ausland. Viele seiner Schüler sind an verschiedenen Opernhäusern in Europa engagiert.
 

Gregor Horsch

Der in Ettenheim geborene Gregor Horsch studierte Cello an der Musikhochschule in Freiburg bei Christoph Henkel und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Ralph Kirshbaum, wo er sein Studium "cum laude" absolvierte. Seit 1989 lebt er in Amsterdam, wo er zuerst Solocellist des Niederländischen Ballettorchesters war. Zwei Jahre später wurde er Solocellist beim Residenz Orchester in Den Haag und seit 1997 ist er als Erster Solocellist an das Königliche Concertgebouworchester in Amsterdam verbunden, eine Tätigkeit, die er ...  mit einer Karriere als Solist, Kammermusiker und Lehrer kombiniert. Als Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe wie z.B. in London (1988), Scheveningen (1989) und Florenz (1991) gab Gregor Horsch erfolgreiche Recitals in u.a. der Wigmore Hall und der Queen Elizabeth Hall in London und dem Concertgebouw in Amsterdam und er machte Aufnahmen für den BBC Radio 3 und den niederländischen Rundfunk. Inzwischen ist er zu Gast bei wichtigen Festivals wie z.B. dem International Cello Festival in Manchester, der Cellobiennale in Amsterdam, dem Holland Festival, Delft Chamber Music Festival und bei den BBC Chamber Proms. Mit Künstlern wie Menahem Pressler, Emmanuel Ax, Vadim Repin, Janine Jansen, Nobuko Imai und Bobby McFerrin spielte er Kammermusik, als Solist trat er auf unter Dirigenten wie Yan Pascal Tortelier, Günther Herbig, Evgeny Svetlanov, Leonard Slatkin, Hans Vonk, Markus Stenz und Alan Gilbert und Jan Willem de Vriend. Gregor Horsch's Neugier nach besonderem Cello-Repertoire resultierte in Uraufführungen von Solo-Konzerten von Tristan Keuris, Wolfgang Rihm und György Kurtag und CD-Aufnahmen von Sonaten bzw. Konzerten von Emanuel Moór und Julius Röntgen. Nach jahrelanger Lehrtätigkeit and den Hochschulen von Den Haag, Amsterdam und Manchester wurde er ab 2009 als Professor an die Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf berufen. Gregor Horsch gibt Meisterkurse in England, Holland, Italien, Amerika und im Fernen Osten. Er spielt auf einem Cello von Giovanni Battista Rogeri aus dem Jahr 1696.
 

Yasunori Imamura

Yasunori Imamura wurde in Osaka (Japan) geboren. Er studierte Laute bei Eugen M. Dombois und Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er mit dem Solistendiplom abschloss. Daneben hat er Aufführungspraxis und Generalbaßspiel bei Ton Koopman und Johann Sonnleitner und Kompositionen bei Wolfgang Neininger studiert.
Heute ist Imamura als Solist und Generalbaßspieler weltweit gefragt. Er ist Professor für Laute am Conservatoire National de Région, Strasbourg und hat
 ...  den Lehrauftrag für Laute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main. Daneben leitet er verschiedene Meisterkurse in Europa und Fernost.
Als Solist hat er Solo-CDs aus den Lautenwerken von Johann Sebastian Bach (Etcetera), Silvius Leopold Weiss (Capriccio und Claves), Robert De Visée (Capriccio) und Simone Molinaro (Deutsche Harmonia Mundi) aufgenommen. In Fachzeitschriften erhielten sie ausgezeichnete Kritiken. So wurden die zwei letztgenannten CDs  „Weiss, Lautensonaten Vol.1“ in der Zeitschrift „Diapason“ 07-08/2006 mit dem Preis „Diapason d’Or“ und „Weiss, Lautensonaten Vol.2“ in der Zeitschrift „Crescendo“ 09-10/2008 mit dem Preis „Le Joker de Crescendo“ ausgezeichnet.
Als Generalbaßspieler hat er mit Künstlerinnen und Künstlern wie Cecilia Bartoli, Teresa Berganza, Gérard Lesne, Marc Minkowski, William Christie,  Michael Schneider, Martin Gester, Jos van Immerseel, Maurice Steger, Masaaki Suzuki, Christophe Rousset, Paul Goodwin und Alan Curtis zusammengearbeitet. Über 120 Einspielungen sind daraus entstanden.
Imamura ist Mitglied der Ensembles „La Stagione Frankfurt“, „Les Musiciens du Louvre“, „Camerata Köln“, „Le Parlement de Musique“ sowie der „Il Complesso Barocco“.
Seit 1997 leitet er das Ensemble “Fons Musicae“, mit welchem er in ganzen Europa und Fernost konzertiert. Bis jetzt hat das Ensemble fünf CDs (M. Lambert, G. Bononcini, A. Steffani und A. Caldara und F. Gasparini) aufgenommen, welche mit verschiedenen  Preisen wie „Classica“  oder „Sterne des Monats“ ausgezeichnet wurden. www.yasunoriimamura.com
 

Arthur Janzen

Arthur Janzen wurde in Kanada geboren, wo er auch sein Musik- bzw. Gesangsstudium absolvierte (Winnipeg und Toronto). Durch ein Stipendium kam er zu Prof. Theo Lindenbaum (Gesang) und Prof. Günter Weißenborn (Liedgestaltung) an die Musikhochschule nach Detmold, wo er später einen Lehrauftrag erhielt. 1989 wurde er als Gesangsprofessor an die Hochschule für Musik in Köln berufen. Arthur Janzen entfaltete eine ausgedehnte Konzerttätigkeit als Lied- und Oratoriensänger, die ihn neben seinem Heimatland in die USA, ...  zu vielen Ländern Europas und nach Israel führte. Verbunden damit waren Rundfunk-, Schallplatten- u. Fernsehaufnahmen. Viele Studenten von Arthur Janzen sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und singen an bedeutenden Opernhäusern Europas.
 

Klaus Kaufmann

Klaus Kaufmann wurde 1948 in Rosenheim geboren. Nach dem Abitur studierte er in München, Salzburg und Stuttgart Klavier und Dirigieren. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Wan-Ing Oei-Ong, Wladimir Horbowski und Gerhard Wimberger. Nach seinem Studium begann er an der Musikhochschule in München und am Mozarteum in Salzburg zu unterrichten.
Von 1982–1984 folgte er einer Einladung als Gastprofessor für Klavier an die Musikhochschule Musashino in Tokyo.
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn in zahlreiche
 ...  asiatische Länder.
Er ist regelmäßig als Juror zu internationalen Wettbewerben wie „Maria Canals“ in Barcelona, Concorso pianistico in Senigallia, EPTA Wettbewerb in Zagreb etc. eingeladen.
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit machte er zahlreiche Rundfunk- und CD Produktionen. So spielte er u.a. bei Koch-International mehrere CDs ein.
Klaus Kaufmann ist seit 2000 Professor für Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum Salzburg.
Er war zwei Jahre Studiendekan und ist seit einigen Jahren Leiter der Abteilung für Tasteninstrumente.
Zu Gastkursen in Japan, China etc. wird er regelmäßig eingeladen und er ist Koordinator der Netzwerke ASEA-Uninet und Eurasia-Pacific-Uninet (EPU). Zusammen mit EPU hat er auch die Austrian-Chinese-Music-University aufgebaut.
 
 

Andreas Krecher

Andreas Krecher erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von 6 Jahren und war mehrfach Preisträger von „Jugend musiziert“. Nach Studien bei Herman Krebbers in Düsseldorf und Rainer Kussmaul in Freiburg ging er für ein Jahr zu Franco Gulli nach Bloomington/USA. 
1986 war Andreas Krecher Preisträger beim Internationalen „Paganini-Wettbewerb“ in Genua/Italien.
Er war Konzertmeister beim Robert-Schumann-Kammerorchester, bei den Deutschen Bachsolisten, dem Freiburger Bachorchester und dem Kölner
 ...  Kammerorchester. 1990 bis 1996 war er Konzertmeister renommierter deutscher Kulturorchester.
Seit 1997 ist Andreas Krecher Professor für Violine und Kammermusik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er ist ferner sowohl Primarius des Consortium Classicum als auch des Mannheimer Streichquartetts und konzertiert als Solist und als Kammermusiker in Europa, Japan und den USA u.a. bei den Ludwigsburger Festspielen, den Berliner Festwochen und dem Schleswig-Holstein-Festival. Regelmäßig gastiert er zudem in Süd-Korea, wo er neben Konzerten auch zahlreiche Meisterkurse gibt.
 

Thomas Lindhorst

Thomas Lindhorst wurde in Hameln geboren. Als Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ erhielt er bereits mit 15 Jahren ein Stipendium in der bekannten Klarinettenklasse der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold bei Prof.Gerhard Albert und Prof. Jost Michaels.
Sein anschließendes Studium mit Konzertexamen absolvierte er bei Prof. Hans-Dietrich Klaus.
In seiner Tätigkeit als langjähriger Soloklarinettist der Neuen Philharmonie Westfalen wurden mit ihm als Solist nahezu alle Standardwerke
 ...  der Sololiteratur aufgeführt.
Daneben war es schon immer die Leidenschaft zur Kammermusik, die seine musikalische Laufbahn prägte. In vielfältigen Besetzungen und Kombinationen, ob als Partner mit Klavier, als „primus inter pares“ mit Streichquartett oder als Mitlied verschiedener Bläserensembles, immer begeisterten seine tonlichen Qualitäten, seine feine, nuancierte Gestaltungsfähigkeit und große Ausdrucksbandbreite gleichermaßen Publikum wie Kritiker.
Konzertreisen führten ihn unter anderem zu Konzerten und Festivals in die USA, Belgien, Russland, Finnland, Italien, Estland, Australien u.v.m.
Seit April 2007 hat Thomas Lindhorst als Professor eine der renommiertesten deutschen Klarinettenklassen an der Hochschule für Musik in Detmold übernommen. Dieser neuen Aufgabe widmet er sich nun mit großem Engagement.
 

Andrea Lucchesini

1965 geboren, absolvierte Andrea Lucchesini seine Ausbildung in der Schule von Maria Tipo und weckte die internationale Aufmerksamkeit 1983 mit dem Sieg im Wettbewerb „Dino Ciani“, am Teatro della Scala in Mailand.
Seitdem hat er mit den angesehensten Orchestern musiziert unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Semyon Bychkov, Roberto Abbado, Riccardo Chailly, Dennis Russell Davis, Charles Dutoit, Daniele Gatti, Gianluigi Gelmetti, Daniel Harding, John Neshling, Gianandrea Noseda
 ...  und Giuseppe Sinopoli.
Im Jahre 1994 hat eine internationale Jury von Musikologen angesichts der umfangreichen Konzerttätigkeit Lucchesini den renommierten „Premio Accademia Chigiana“ verliehen, dem sich 1995 der Preis der Kritik „F. Abbiati“ anschloss.
Im Juli 2001 hat Andrea Lucchesini die neue Sonate von Luciano Berio in Zürich welturaufgeführt, auf diese Weise eine glückliche Zusammenarbeit fortsetzend, die mit dem Konzert „Echoing curves“ desselben Autors begonnen hatte. Mit diesem Werk ist Lucchesini konzertierend durch die ganze Welt gereist. Schließlich hat er das Konzert mit der London Symphony für BMG eingespielt. Die „Sonate“ hat er dann in Frankreich, Portugal, Belgien, Holland und England gespielt.
Sein Interesse für die Musik des 20. Jahrhunderts entdeckt man in seinem Repertoire und in seinen Programmvorschlägen wie auch in Tonaufnahmen und Mitschnitten – „Pierrot lunaire“ von Schönberg, „Kammerkonzert“ von Berg – aufgenommen für die Teldec mit der Dresdner Staatskapelle unter Giuseppe Sinopoli.
Mit besonderem Erfolg bei den Kritikern wurde im Jahre 2004 die Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Beethoven live für die Firma Stradivarius ausgezeichnet, die als „beste CD des Monats“ besondere Anerkennung fand (August 2004 in der Zeitschrift „FonoForum“).
Aber auch Lucchesinis erste Avie Record Einspielung der Gesamtaufnahme für Klavier von Luciano Berio  wurde von Zuhörern wie Kritikern mit größter Begeisterung aufgenommen: 2007 erhielt er den italienischen Preis CLASSIC VOICE  für die beste Einspielung unter den Instrumentalsolisten, bereits  „5 Stars“ in den Englischen BBC Music Magazine, Grammophon, International Record Review.
2010, nach dem Erfolg seiner Schubert Interpretation, wird AVIE Records die Schubert Impromptus veröffentlichen.
Leiter der angesehenen Scuola di Musica in Fiesole ist er zum Akademiker von Santa Cecilia in Rom ernannt worden.
 

Michael Luig

Vielseitigkeit und Neugierde kennzeichnen diesen Dirigenten. Generalmusikdirektor in Augsburg, Professor an der Musikhochschule in Köln, Künstlerischer Leiter des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hessen – das sind die bisher erreichten Stationen eines von Leidenschaft zur Musik getragenen Künstlerlebens.
Nach einer äußerst erfolgreichen China-Tournee im Herbst 2004 folgte im Sommer 2009 der erste Auftritt beim Rheingau-Musikfest.
Stationen seiner Theaterlaufbahn waren
 ...  die Deutsche Oper am Rhein, die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main und das Staatstheater Saarbrücken bis er schließlich von 1989–1994 als Generalmusikdirektor in Augsburg wirkte. Gastspiele führten den 1950 in Dortmund geborenen Dirigenten an Opernhäuser im In- und Ausland.
Sein außergewöhnlich großes Konzertrepertoire gewann er sich in einer Vielzahl von Konzerten u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester Hannover, dem Radiosinfonieorchester Berlin, dem Orchestre National de France, dem Orchestra sinfonica di Milano della RAI und dem Orchestra Communale di Bologna.
In seiner pädagogischen Verantwortung für den musikalischen Nachwuchs steht er seit nunmehr 30 Jahren mit einer Vielzahl von Jugend- und Hochschulorchestern, vorzugsweise dem Landesjugendorchestres Rheinland-Pfalz. Zahlreiche CD-Einspielungen und Tourneen u.a. in die USA und China (Peking, Schanghai) geben beredtes Zeugnis.
1994 erfolgte die Berufung als Professor an die Musikhochschule Köln als Leiter der Hochschulorchester und einer Klasse für künstlerisches Dirigieren.
Wegen seiner hohen Fachkompetenz ist er gerne gesehener Gast in Jurys (Nationaler Ungarischer Dirigentenwettbewerb) und Findungskommissionen.
Charakteristisch für seine Arbeitsweise ist die analytische Durchdringung und große Intensität bei der Erarbeitung musikalischer Details.
Seit August 2009 ist Michael Luig 1. Gastdirigent am Opernhaus Halle (Saale).
 

Edda Moser

Edda Moser, Tochter des Musikwissenschaftlers Hans Jochim Moser, wurde in Berlin geboren und ausgebildet. Karajan brachte sie an die Metropolitan Opera, wo sie ihren spektakulären Einstand als Königin der Nacht gab. Seither ist sie gefeierter Star an allen großen Operhäusern der Welt.
Ebenso hat sie das Publikum vieler internationaler Festspiele in Begeisterung versetzt, so in Salzburg, Wien, München, Edinburgh, Ravinia, Berlin, Amsterdam, Aixen-Provence, Athen, Tel Aviv und Madrid.
Sie ist mit den berühmtesten Dirigenten unserer
 ...  Zeit aufgetreten: Abbado, Bernstein, Böhm, Boulez, Levine, Maazel, Muti, Pritchard. Sie hat Liederabende in den großen Konzertsälen der Welt gegeben.
Ihre Verkörperung der Donna Anna in Joseph Loseys Don-Giovanni-Verfilmung wurde weltweit von Publikum und Kritik gerühmt.
 

Susanne Müller-Hornbach

Susanne Müller-Hornbach, geb. 1956 in Lübeck, erhielt ihre Ausbildung an den Musikhochschulen Lübeck und Frankfurt. Heute ist sie Professorin für Violoncello an der Musikhochschule Köln (Standort Wuppertal). Sie leitet zusätzlich eine Hauptfachklasse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als Solistin und leidenschaftliche Kammermusikerin konzertiert sie im In- und Ausland. Ihre Teilnahme an diversen Festivals (u.a. Italien, Schweiz, Niederlande, Spanien, Korea, Japan, Mexico, Thailand) zeigt ihren besonderen ...  Schwerpunkt: die Musik des 20. Jahrhunderts.

Sie ist Mitbegründerin und Mitglied des Mutare Ensemble. Neben dem klassisch-romantischen Repertoire setzt sie sich seit Jahren intensiv mit historischer Interpretationspraxis auseinander und konzertiert in unterschiedlichen Besetzungen mit dem Barockcello. Meisterkurse und Workshops zu verschiedenen Themen im In- und Ausland ergänzen ihre engagierte pädagogische Tätigkeit. Sie machte zahlreiche Radio– und CD-Aufnahmen als Solistin und Kammermusikerin (z.B. Ernst Toch „Violoncellokonzert“ op. 35, bei CPO, Györgi Ligeti „Violoncellokonzert“ hr … u.v.m.). Susanne Müller-Hornbach ist mit dem Komponisten Gerhard Müller-Hornbach verheiratet.
 

Tobias Pelkner

geboren 1969 in Wangen/Allgäu
1979 1. Musikunterricht an der Jugendmusikschule Wangen
1985–88 Mitglied und Stimmführer im Bundesjugendorchester
1986 Solofagottist im „World-Youth-Symphony-Orchestra“ der Jeunesses Musicales
1990–93 Solofagottist im Gustav-Mahler-Jugendorchester und im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado u.a.
1990–95 Studium bei Prof. Rinderspacher
 ...  und Prof.Thunemann
1990 Preisträger beim Hochschulwettbewerb Fagott solo
1992 1. Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb mit dem Diaphonia Quintett
seit 1995 1.Solo-Fagottist Staatsoper Stuttgart
seit 2001 ständiger Gast als Solofagottist an der Bayrischen Staatsoper
seit 2007 halbe Professur für Fagott an der Musikhochschule Hamburg
2008 Ruf als Professor für Fagott an die Musikhochschule Detmold
 

Günter Pichler

Günter Pichler begann 1955 sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Mit 18 Jahren war er bereits Konzertmeister der Wiener Symphoniker und mit 21 Jahren wurde Günter Pichler von Herbert von Karajan als Konzertmeister zu den Wiener Philharmonikern berufen. 1969 erhielt er den „Mozart-Interpretationspreis“.
Seit 1963 lehrt Günter Pichler als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und seit 1993 an der Musikhochschule in Köln. 2007 wurde er zum Leiter des Departments für Kammermusik
 ...  an der Escuela Superior de Música Reina Sophia in Madrid bestellt, außerdem unterrichtet er in zahlreichen Sommerkademien.
Viele seiner Schüler gewannen internationale Preise, sind Konzertmeister in wichtigen Orchestern, Professoren an Musikhochschulen und Universitäten und haben sich Karrieren als Solisten aufgebaut. Zu seinen Schülern zählen auch die wichtigsten und erfolgreichsten europäischen Kammermusikensembles wie zum Beispiel die Quartette Artemis, Belcea, Casals, Fauré, das Trio con brio, das Atos-, Eggner-, Morgenstern-Trio usw.
1970 gründete Günter Pichler das Alban Berg Quartett und war von da an Primarius dieses berühmten Ensembles.
Das Alban Berg Quartett, das regelmäßig in den Musikmetropolen der Welt konzertierte, ist Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft und Associate Artists der Royal Festival Hall London. Es wurde mit mehr als dreißig renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet.
Als Ergänzung zu seiner Quartett-Arbeit startete Günter Pichler eine Karriere als Dirigent. Seither hat er viele europäische Orchester in Konzerten und auf Tourneen dirigiert (z.B. Wiener, Lausanne und Stuttgarter Kammerorchester, Israel Chamber Orchestra, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestra della Toscana Firenze, I Pomeriggi Milano, Hallé Orchestra Manchester, Orchestre National de Lille, Royal Flanders Philharmonic usw.). In Japan dirigierte er alle großen Orchester wie Tokio, Osaka, Sendai, Sapporo Philharmonic und das NHK Orchester Tokio. Zur Zeit ist er Artistic Advisor des Orchestra Ensemble Kanazawa.
 

Christoph Prégardien

Der Tenor Christoph Prégardien begann seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe in seiner Geburtsstadt Limburg. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.
Als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit arbeitet Christoph Prégardien mit Dirigenten wie Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch,
 ...  Thielemann u.a. zusammen. Zu seinem Repertoire gehören neben den großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik auch Werke des 17. (Monteverdi, Purcell, Schütz) und 20. Jahrhunderts (Britten, Killmayer, Rihm, Strawinsky).
Ganz besonders geschätzt ist sein Schaffen als Liedsänger, wobei ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier verbindet. Regelmäßige Einladungen zu Liederabenden nach Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien, Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika belegen das internationale Renommee des Tenors. Auch bei den großen Orchestern ist Christoph Prégardien häufig zu Gast, er trat u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Philharmonia Orchestra London, der Philharmonie de Radio France, dem Montréal, Boston, St.Louis und dem San Francisco Symphony Orchestra auf.
Auf dem Gebiet der Oper hat Christoph Prégardien Fachrollen wie Tamino (Die Zauberflöte), Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Fenton (Falstaff), Don Ottavio (Don Giovanni) und Monteverdis Ulisse an großen europäischen Häusern gesungen. Die Produktion der Mozart-Oper „La Clemenza di Tito“ der Opéra National de Paris mit Christoph Prégardien in der Titelrolle und unter der Leitung von Sylvain Cambreling (2005/06) erschien als DVD bei Opus Arte.
Einen wichtigen Teil seines Repertoires hat der Sänger auf Tonträgern der großen Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine Diskographie umfasst mittlerweile mehr als 130 Produktionen, für die er mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.
Christoph Prégardiens Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes - von Publikum und Fachpresse umjubelt - ernteten beispielsweise den Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique – Prix Georg Solti, den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den Edison Award, den Cannes Classical Award und den Diapason d’Or.

Eine neue langfristige Zusammenarbeit verbindet Christoph Prégardien mit dem niederländischen Label Challenge Classics: als erste Produktion erschien hier im Februar 2008 Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit Michael Gees, im Herbst 2008 folgte eine Aufnahme von Schuberts „Schwanengesang“ mit Andreas Staier. Die Produktion „Die schöne Müllerin“ wurde während der MIDEM, der größten Musikmesse der Welt, im Januar 2009 mit dem MIDEM ,Record of the Year’ Award 2009 ausgezeichnet, zusätzlich erhielt das Duo Christoph Prégardien/Michael Gees den MIDEM ,Vocal Recitals’ Award 2009. Bereits im letzten Jahr wurde die Aufnahme mit hervorragenden nationalen und internationalen Rezensionen überhäuft (u.a. Gramophone, Editor’s Choice & „Best of 2008“).

Im Januar 2009 erschien ein Live-Mitschnitt von Schuberts „Die schöne Müllerin“ als DVD beim Label EuroArts. Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die intensive und vielfältige pädagogische Arbeit. Von 2000 bis 2005 leitete er eine Klasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich, seit 2004 ist er Professor an der Musikhochschule Köln. In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe „Schott Master Class“ stellt er erstmals Fragen der Gesangstechnik und Interpretation in Wort, Bild und Ton vor. Filmbeispiele begleiten ihn in seinem Unterricht mit Meisterschülern.
 

Anna Serova

Anna Serova wurde in Archangelsk geboren und studierte in St. Petersburg bei V. Stopichev, an der Stauffer Accademia bei B. Giuranna und an der Accademia Chiugiana bei J. Bashmet. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistung erhielt sie direkt nach ihrem Examen eine Professur für Viola an ihrem Konservatorium in Petrozavodsk, einer Abteilung der St. Petersburger Hochschule.
Als Kammermusik-Partnerin spielte sie u.a. mit Bruno Giuranna und Salvatore Accardo; als Solistin trat sie in großen Konzertsälen
 ...  Russlands und Italiens auf.
Ihre letzte CD mit Schumann erhielt beste Kritiken und wurde zur CD des Monats gewählt.
Sie ist Solobratscherin im Ensemble Punti It. Anna Serova spielt regelmäßig auf dem Festival Siberia-Europa und leitet das Festival Italia-Siberia. Seit 2006 ist sie Kulturbotschafterin der Stadt Krasnoyarsk. Sie ist Professorin für Viola und Kammermusik an der Accademia Perosi in Biella; außerdem unterrichtet sie an der Accademia di Muisca di Cremona sowie an der Akademie für Musik und Theater in Krasnoyarsk.
 

Jasmin Solfaghari

Jasmin Solfaghari wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Sie wuchs in Teheran/Iran und Freiburg auf. Nach ihrem begonnen Studium der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg wechselte sie nach Hamburg zu Prof. Götz Friedrich, wo sie ihr Studium der Musiktheater-Regie mit Diplom mit Auszeichnung absolvierte.

Von 1993–98 war sie Spielleiterin an der Hamburgischen Staatsoper und arbeitete u.a. mit Marco Arturo Marelli, Harry Kupfer und Christine Mielitz. Als Assistentin war sie auch für den NDR, dem WDR und Radio Bremen für Klassik-TV-Produktionen tätig. Inszenierungen führten sie ins In- und Ausland.

Am Stadttheater Bremerhaven war sie von 2001–2004 als inszenierende Oberspielleiterin tätig. Ferner unterrichtete sie an Hochschulen wie der Sibelius Akatemia Helsinki, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart und hielt Meisterkurse am Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper.

Von 2004–2006 war sie Oberspielleiterin der Deutschen Oper Berlin.

Seit 2006 ist Jasmin Solfaghari Professorin an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig.  Zu ihren Inszenierungen an dieser Hochschule zählen "Alcina" (2006), „Il Matrimonio segreto“ und „Die Opernprobe“ (2007), „Le nozze di Figaro“ (2008) und „Figaros toller Tag“ mit Studierenden an der Oper Leipzig 2009. In demselben Jahr  schuf sie  „Alle Wünsche sind dahin …“ Musiktheater von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy. Diese Produktion wurde 2009 als Gastspiel zu den Ludwigsburger Schloßfestspielen eingeladen. 2010 wird sie „Cosi fan tutte“ an der Leipziger Musikhochschule inszenieren.

Neben Inszenierungen an der Oper Köln („The Bassarids“/H.W. Henze 2005; „Die Lustige Witwe“ 2006 und „Tannhäuser“ 2008), inszenierte sie „Rigoletto“ am Stadttheater Klagenfurt (2007) und den „Der Barbier von Sevilla“ bei den Eutiner Festspielen (2008/09).

2009 hielt Jasmin Solfaghari erstmals Meisterkurse in den U.S.A.: am Opera Institute der Boston University, an der Iowa State University und dem Wartburg College in Waverley (IA).

Jasmin Solfaghari ist Mitglied der Künstlerischen Leitung der "Festlichen Operngala der AIDS-Stiftung", die jährlich an der Deutschen Oper Berlin stattfindet und im rbb und auf 3sat ausgestrahlt wird. Ferner ist sie Schirmherrin des „Nicaragua“-Projektes.
 

Anthony Spiri

Der Pianist Anthony Spiri gilt als einer der vielfältigsten und angesehensten Liedbegleiter, Kammermusiker und Solisten der heutigen Musikszene. Geboren in den USA, erhielt er seine Ausbildung in Cleveland und Boston, bevor ihn sein künstlerischer Werdegang nach Europa führte, wo er am Salzburger Mozarteum sein Studium abschloss.

Sein umfangreiches Repertoire, das von Alter Musik bis zu Werken des 21. Jahrhunderts reicht, hat Anthony Spiri mit Klavierabenden durch viele Länder Europas,
 ...  nach Asien und Amerika geführt.

Als Klaviersolist ist er mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Nikolaus Harnoncourt und Michael Tilson-Thomas, der Camerata Academia Salzburg, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Ensemble Wien Modern, dem Kammerorchester Basel unter Christopher Hogwood, dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Leopold Hager und anderen Orchestern aufgetreten. Als Liedbegleiter hat Anthony Spiri mit vielen renommierten Sängern wie Peter Schreier, Marjana Lipovšek, Edith Mathis, Bernarda Fink und vielen anderen konzertiert. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen viele prominente Instrumentalisten, Streichquartette und Ensembles unserer Zeit. Von 1987–1993 war er Assistent von Nicolaus Harnoncourt am Salzburger Mozarteum.

Anthony Spiri engagiert sich auch für die zeitgenössische Musik und spielte beispielsweise Uraufführungen von Werken der Komponisten Wolfgang Rihm, Rainer Bischof, Ernst Krenek, Sofia Gubaidulina und York Höller. Als Entdecker betätigt sich Spiri bei Klavierwerken und Liedern von Eduard Marxsen, dem Kompositionslehrer von Johannes Brahms, sowie bei französischen Komponisten der Epoche Gabriel Faurés. Im Mozart-Jahr 2006 führte er zyklisch sämtliche Klavier- und Violinsonaten des Salzburger Komponisten auf.

Seine umfangreiche Diskographie ist ein weiterer Beleg seiner Vielseitigkeit. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Pianist den Werken der Söhne Johann Sebastian Bachs, deren Kompositionen er mit zahlreichen Aufnahmen auf CD festhielt. Er ist somit einer der wenigen Interpreten der Klaviermusik von Wilhelm Friedemann, Carl Philip Emanuel und Johann Christian Bach auf dem modernen Flügel.

Aktuell lebt Anthony Spiri in München und ist als Professor für Klavierkammermusik an der Musikhochschule Köln tätig.
 

Nina Tichmann

Nina Tichman machte Furore als sie in Frankfurt am Main und in New York das Gesamtklavierwerk von Claude Debussy zyklisch aufführte. Diese denkwürdige Interpretation wurde dann als CD Aufnahme festgehalten und festigte Ihren Ruf als die Debussy Spielerin unserer Zeit. Ihre Diskographie umfasst auch Werke von Copland (Gesamtklavierwerk), Chopin, Beethoven, Mendelssohn, Penderecki, Faure, Corigliano, Bartok und Reger.
Gewinnerin wichtige Wettbewerbe – Busoni, Mendelssohn, Casagrande – Nina Tichman ist
 ...  in den musikalischen Zentren der Welt aufgetreten und wurde auf fünf Kontinenten im Fernsehen und Rundfunk porträtiert. Sie ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Köln und hat Meisterkurse in Amherst College, Princeton University, an der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Montepulciano und am „Mozarteum“ in Salzburg gehalten.
Nina Tichmans Gesamtaufnahme Beethovens Werke für Klavier und Violoncello mit der Cellistin Maria Kliegel wurde von der englischen Zeitschrift Gramaphone als „a magnificent interpretation“ gelobt. 2009 wurde die letzte CD einer Gesamtaufnahme der Klaviertrios von Beethoven mit dem Xyrion Trio eingespielt.
 

Silvana Torto

Geboren in Chieti (Italien), schliesst Silvana Torto ihr Gesangdiplom am Konservatorium Benedetto Marcello in Venedig und Promotion in Musikwissenschaft an der dortigen Universität Ca' Foscari mit einer Doktorarbeit über die Vokalwerke von György Kurtág ab.

Entscheidend für ihre weitere Ausbildung ist ihre Begegnung mit Luisa Castellani, mit der sie das Vokalrepertoire des 20. Jahrhunderts vertieft und dann sowohl das Fortbildungskursdiplom als auch
 ...  das Solistendiplom beim Musikkonservatorium in Lugano mit Auszeichnung erhielt.

Dank ihrer grossen Vorliebe für die alte Musik hat sie daneben mittelalterliche Gesangsseminare mit Claudia Caffagni und Jill Feldman besucht und ihre Kenntnisse über Barockmadrigale und der Barockoper unter der Leitung von der Sopranistin Rossana Bertini vertieft. Dieses Repertoire hat sie mit dem Organist Gianluca Capuano und dem Cellist Marcello Scandelli im Rahmen des Festivals Musica e scienza 2008 in Pavia gesungen. Ausserdem trägt sie mit dem hervorragenden Lautenisten Yasunori Imamura das italienische Vokalrepertoire des XVII. und XVIII. Jahrhunderts vor mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Werke von Barbara Strozzi, Giulio Caccini, Girolamo Frescobaldi und Claudio Monteverdi.

Als Protagonistin bei den Erstaufführungen der Opern von Luca Mosca und Mauro Lanza  im Jahr 2000 war Silvana Torto Gast bei der Musikbiennale in Venedig, in Zusammenarbeit mit dem Teatro La Fenice. Ferner arbeitet sie aktiv mit zeitgenössischen Komponisten wie Stefano Gervasoni, Alessandro Solbiati und Luca Antignani zusammen. Seit mehreren Jahren singt sie im Duo mit dem Schlagzeuger und Zimbalist Luigi Gaggero.

Als Solistin hat sie mit verschiedene Kammermusikensembles und Orchestern zusammengearbeitet, u.a. mit dem Orchestra Nazionale della Rai von Turin und dem Orchestra d’archi di Lugano, mit dem Divertimento Ensemble, MDI Ensemble (Milan) Ensemble Novecento e presente (Lugano), Echo Ensemble (Berlin) und Laboratorio Novamusica (Venedig), unter der Leitung von Beat Furrer, Giorgio Bernasconi, Carlo Chiarappa, Patrick Murray, Yoichi Sugiyama und Sandro Gorli.

Sie ist in vielen europäischen Städten gefragt (Pinakothek der Moderne in München, BKA in Berlin, Bern Biennal, La Filature in Mülhouse, Teatro Valle in Rom, Auditorio Svizzera Italiana und Palazzo dei Congressi in Lugano) und auch in Mexico bei der Cervantino Musikfestspiele vertreten, wo sie Seminare über die zeitgenössische Vokalität in den Werken von Luciano Berio und György Kurtág gehalten hat.

Mit dem MDI Ensemble hat sie eine zu der Musik von Stefano Gervasoni gewidmete CD aufgenommen (Aeon).

Die vielseitige Künstlerin konzertiert auch als Vortragende des deutschen und französischen Liedrepertoires in Begleitung der Pianistin Ljuba Pastorino Moiz.

In den letzten Zeit widmet sich Silvana Torto verstärkt der Theorie und der Praxis des Barockgesang und im Jahr 2008 gab sie einen Meisterkurs über das  recitar cantando in den Arien Caccinis an der Musikhochschule in Strasbourg in Zusammmenarbeit mit der Cembalistin Aline Zylbejrach.

Seit 2007 ist sie Gesangprofessorin am Conservatoire Nationale de Strasbourg und lehrt Phonetik am Musikkonservatorium in Lugano (Schweiz).
 

Gerd Uecker

Gerd Uecker, geboren 1946 in München, studierte dort an der Musikhochschule Klavier, Dirigieren und Musikpädagogik. Nach einigen Jahren in Köln als Solorepetitor am Opernhaus und Lehrbeauftragter am Rheinischen Musikkonservatorium wurde er 1973 Musikdirektor und Leiter der Opernabteilung am Theater Passau, ehe er 1979 als Direktor des musikalischen Bereichs an die Bayrische Staatsoper München wechselte. Dort wurde er 1993 Operndirektor. Seit 2000 arbeitet er an der Sächsischen Staatsoper Dresden, ...  deren Intendant er 2003 wurde. Gerd Uecker ist seit 2005 Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz. Er hat u.a. in Venedig, Peking und Stuttgart gelehrt und ist Honorarprofessor an der Münchner Musikhochschule und an der Bayrischen Theaterakademie. Außerdem ist er Gastdozent der Musikhochschule Dresden.
 

Jory Vinikour

Jory Vinikour gilt als einer der hervorragenden Cembalisten seiner Generation. Eine breit gefächerte Karriere als Rezital- und Konzertsolist, Begleiter von großen Sänger-persönlichkeiten und gefragter Continuo-Spieler brachte ihn in die weltweit wichtigsten Konzertsäle.
Jory Vinikour wurde in Chicago geboren und kam als Stipendiat der Fulbright Foundation nach Paris, wo er bei Huguette Dreyfus und Kenneth Gilbert studierte. Mit ersten Preisen beim Internationalen Cembalo-Wettbewerb von Warschau (1993) und dem
 ...  Prager-Frühling-Festival (1994) zog er die Aufmerksamkeit auf sich und trat inzwischen bei verschiedenen Festivals und in Konzertreihen auf.
Als Konzertsolist mit einem Repertoire von Bach bis Nyman hat Jory Vinikour mit vielen führen den Orchestern wie dem Rotterdam Philharmonic und dem Flanders Opera Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Ensemble Orchestral de Paris und dem Moskauer Kammerorchester und unter Dirigenten wie Armin Jordan, Marc Minowski, Constantine Orbelian, John Nelson und Fabio Luisi musiziert.
Vor kurzem war er an der Einspielung von Frank Martins «Petite Symphonie Concertante» mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter Armin Jordan beteiligt und spielte im Januar 2003 im Leipziger Gewandhaus mit dem MDR-Orchester unter Martin Haselböck das Cembalo-Konzert von Martin.
Als zunehmend gefragter Begleiter hatte er häufige Auftritte mit Künstlerinnen wie Hélène Delavault, Magdalena Kozená, Annick Massis und Anne Sofie von Otter. Mit ihr und dem Lautenspieler Jakob Lindberg ist soeben unter dem Titel «Music for a While» eine CD mit englischer und italienischer Musik des 17. Jahrhunderts erschienen. Diese sowie weitere Aufnahmen des Künstlers für verschiedene Labels haben weltweit ein großes Echo gefunden und sind mit Preisen ausgezeichnet worden.
Als Continuo-Spieler hat Jory Vinikour mit den Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski regelmässige Auftritte. Auch in Zürich ist er immer wieder zu Gast. Eine enge musikalische Zusammenarbeit besteht auch mit dem Dirigenten William Christie.